Heinrich-Heine-Gymnasium

Bitterfeld-Wolfen

Schülerzeitung

Hallooooooooo!     Hier ist wieder eure Schülerzeitung.

Wir melden uns zurück und suchen natürlich wieder kreative Köpfe. Wir treffen uns immer donnerstags in der 7. Stunde im Raum O312, mit der Unterstützung von Frau Kirchhof.

Fleißig schreiben wir Texte, damit unsere Zeitung  von Jahr zu Jahr dicker wird.
Wenn auch ihr Teil der „ManiaC-Crew” sein wollt, kommt einfach vorbei und bringt eure selbst geschriebenen Geschichten, Gedichte, Comics, Songs, Zeichnungen u.s.w. mit.

Eure ManiaC-Crew


Neueste 5 Einträge

  • Die besten Tipps und Ausreden für ,,Sportfreunde´´
  • Die „Überraschung“ des 21. Jh.
  • Plastik im Meer
  • Interview mit Frau Nebe
  • Die häufigsten Lehrer-Sätze

02/29/2020

Plastik im Meer

 
Jährlich überfluten rund 10 Millionen Tonnen Plastikmüll die Weltmeere. Um die Vermüllung zu stoppen, müssen Politik, Industrie und Verbraucher an einem Strang ziehen. Denn herausgefischt werden kann das Plastik nicht mehr.
 
Das Meer ist eines der dreckigsten Orte der Welt. In fünf großen Müllstrudeln treiben Plastiktüten, Plastikflaschen, Strohhalme und Zahnbürsten. Wahre Plastikmüll-Wellen werden an den Stränden angespült. Tun wir nichts dagegen, wird 2050 mehr Plastik im Meer schwimmen als Fische.
 
Von der Müllkatastrophe sind mehr als 663 Tierarten direkt betroffen. Jedes Jahr sterben etwa eine Millionen Seevögel und hunderttausend Meeressäuger an der Vermüllung. Oft verwechseln sie Plastikteile mit Nahrung und verhungern dann mit vollem Magen. Wale, Delfine und Schildkröten verfangen sich in Sixpack-Trägern und alten Fischernetzen und ertrinken qualvoll.
 
Der Musiker und Entertainer Friedrich Lichtenstein: „Die Vermüllung der Meere ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Unser Planet hat einen Plan – wir sollten ihn nicht vereiteln. Algen spielen darin
eine große Rolle. Ich liebe Algen und saubere Ozeane.“
 
Plastik überlebt
 
Nach Angaben des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) treiben inzwischen auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche bis zu 18.000 Plastikteile unterschiedlichster  Größe. Doch was wir sehen ist nur die Spitze des Müllberges, mehr als 70 Prozent der Abfälle schwimmen in tieferen Wasserschichten oder sinken auf den Meeresboden. Das Abfischen des Plastikmülls aus dem Meer ist deshalb unmöglich. Und Plastik ist gekommen, um zu bleiben. Im schlechtesten Fall baut es sich erst nach mehreren hundert Jahren ab. Durch äußere Faktoren, wie Licht, Temperatur und mechanische Beanspruchung werden Kunststoffe im Laufe der Zeit spröde und zerfallen in immer kleinere Fragmente, das so genannte Mikroplastik. Die kleinen Plastikteilchen sind besonders gefährlich, denn sie enthalten nicht nur giftige Additive, sondern ziehen auch weitere Umweltgifte aus der Umgebung wie Magneten an. Über die Nahrungskette  gelangen die Schadstoffe so auch auf unseren Teller.
 
Wie kommt der Müll ins Meer?
 
Zum einen tragen Schifffahrt, Fischerei und Offshore-Industrie zur Meeresvermüllung bei: 20.000 Tonnen Müll gelangen auf diesem Wege Jahr für Jahr in die Nordsee. Eine weitaus größere Rolle spielt jedoch der Abfall, der vom Land kommt – Plastikmüll, der achtlos in der Umwelt entsorgt wird.
 
Kunststofftüten, Folien oder Plastikflaschen sind besonders leicht. Lässt man sie in der Umwelt liegen, werden sie häufig von Wind und Regen erfasst und als sogenannter „Blow Trash“ über die Bäche und Flüsse in die Meere gespült. Auch Mikroplastik, das zum Beispiel über Kosmetik und Reinigungsmittel oder beim Waschen synthetischer Kleidung ins Abwasser gelangt, findet seinen Weg in die Ozeane – von modernen Kläranlagen kann nur ein Teil herausgefiltert werden.
 
 
Deutschland ist Müll-Europameister
 
Deutschland ist seit Jahren trauriger Rekordhalter in der Produktion von Verpackungsabfällen. 2016 waren es 220 Kilogramm pro Kopf. Durch immer kleine Packungsgrößen, mehr Single-Haushalte und dem Boom von To-Go-Angeboten stieg die Menge an Verpackungsabfällen aus Kunststoff innerhalb von 20 Jahren um etwa 94 Prozent. Mittlerweile werden hierzulande etwa zwei Drittel des Obsts und Gemüses sinnlos vorverpackt und auch der Plastikkonsum bleibt mit 4.500 Stück pro Minute viel zu hoch. Der hohe Verbrauch von Einwegtüten, Einwegbechern und Einweg-Plastikflaschen verursacht nicht nur enorme Abfallberge sondern verwendet auch unnötig Ressourcen.
 
Plastik in der Umwelt
 
Nicht nur im Meer, auch in den Böden ist Plastik ein Umweltproblem. Das Institut für europäische Umweltpolitik (IEEP) schätzt die Mikroplastik-Belastung an Land auf bis zu 32 Mal höher, als in den Ozeanen. In die Böden gelangt das Plastik unter anderem durch Reifenabrieb, landwirtschaftlich eingesetzte Kunststoffteile und das Düngen mit Mikroplastik belastetem Kompost. Viel zu häufig werden Plastiktüten und andere Kunststoffteile falsch im Biomüll entsorgt und landen so letztendlich als Mikroplastik auf den Feldern. Hinzu kommt der Eintrag über das Regenwasser. Denn auch in der Luft schwirrt Mikroplastik herum, zum Beispiel Mikrofaser aus synthetischer Kleidung. Eine Studie zählte etwa in Paris täglich rund 300 Partikel pro Quadratmeter.
 
Was wir tun können?
 
Es ist eigentlich ganz einfach: Abfall, der nicht entsteht, landet am Ende auch nicht im Meer.Im Alltag gibt es viele  Wege, Abfälle zu vermeiden, z.B. durch unverpacktes Einkaufen, die Nutzung eines Mehrwegbechers für Coffee to go oder den bewussten Griff zur Mehrwegflasche im Supermarkt. Einkäufe können im Rucksack oder Fahrradkorb transportiert werden und ein zusammenfaltbarer Mehrwegbeutel für den spontanen Umweg über den Wochenmarkt passt in jede Jackentasche
 
Geht Plastik auch umweltfreundlich?
 
Heutzutage gibt es immer mehr Produkte und Verpackungen aus Plastik, die mit Begriffen wie „biologisch abbaubar“ oder „kompostierbar“ beworben werden. Doch ist das sogenannte Bioplastik wirklich eine Lösung? Leider nein, denn Bioplastik hat meist keinen gesamtökologischen Vorteil gegenüber konventionellem Plastik. Die biologische Abbaubarkeit bezieht sich zumeist auf Laborbedingungen – in der Landwirtschaft oder im kalten Salzwasser baut sich Bioplastik normalerweise nicht schneller ab als konventionelles Plastik. Auch aufgrund des Ressourcenverbrauchs bei der Produktion ist der Ersatz eines Einwegprodukts durch ein anderes Einwegprodukt – egal aus welchem Material – nicht die Lösung. Wer sich ökologisch verhalten will, sollte Abfälle vermeiden und Mehrwegverpackungen nutzen.
 

Julius v. H. Heyde
 
Quellen
 
https://www.duh.de/plastik-im-meer/                                                               19.01.20 12:28Uhr

Admin - 21:37 | Kommentar hinzufügen