Heinrich-Heine-Gymnasium

Bitterfeld-Wolfen

Schülerzeitung

Hallooooooooo!     Hier ist wieder eure Schülerzeitung.

Wir melden uns zurück und suchen natürlich wieder kreative Köpfe. Wir treffen uns immer donnerstags in der 7. Stunde im Raum O312, mit der Unterstützung von Frau Kirchhof.

Fleißig schreiben wir Texte, damit unsere Zeitung  von Jahr zu Jahr dicker wird.
Wenn auch ihr Teil der „ManiaC-Crew” sein wollt, kommt einfach vorbei und bringt eure selbst geschriebenen Geschichten, Gedichte, Comics, Songs, Zeichnungen u.s.w. mit.

Eure ManiaC-Crew


Neueste 5 Einträge

  • Die „Überraschung“ des 21. Jh.
  • Plastik im Meer
  • Interview mit Frau Nebe
  • Die häufigsten Lehrer-Sätze
  • Interview mit Herr Siegmund

01/13/2020

Interview mit Herr Siegmund

1.Haben Sie eine Freundin bzw. Frau?
Nicht, dass ich wüsste… Wieso? Druckt die Schülerzeitung jetzt auch Heiratsanzeigen ab? Ich lebe ja mit einem sieben Meter langen asiatischen Netzpython in einer 25-m²-Wohnung im Zentrum Leipzigs. Offenkundig schreckt diese Innenstadtlage die Damenwelt ab…

2.Was bedeutet für Sie Ehrlichkeit?
Gegenfrage: Habt ihr das Gefühl, dass ich bei der ersten Frage ehrlich geantwortet habe? Ehrlichkeit im Sinne von „Wahrheit“ ist für ein konstruktives Miteinander selbststrebend unabdingbar, jedoch das Sprichwort lehrt: „Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd“.

3.Was wollten Sie schon immer über unsere Schule sagen bzw. wissen?
Warum veranstalten die Klassen, in denen ich unterrichten darf, ihre Kuchenbasare eigentlich immer an meinem freien Tag? Das ist zwar gut für meine Lebenserwartung, aber schlecht für eure Klassenkasse…

4.Was ist Ihr größtes Talent?
Fragen in Fragebögen zu beantworten zählt tendenziell eher nicht dazu… Ich liebe es, Saiteninstrumente zu bedienen und gelegentlich habe ich das Gefühl, dass diese Liebe von besagter Instrumentengruppe (insbesondere vom Banjo) erwidert wird. Aber das sollten die ZuhörerInnen entscheiden.

5.Wollten Sie schon mal andere Fächer unterrichten?
Ja und ich durfte sogar schon andere Fächer unterrichten: Während meiner Vertretungsstunde in Englisch „not the yellow from the egg“ war, glaube und hoffe ich, dass ich in einer Vertretungsstunde im Fach Musik den einen oder die andere für Jazzmusik begeistern konnte. Das würde ich gerne häufiger versuchen.

6.Was ist Ihre Lieblingsband?
Ihr kennt dieses Problem sicherlich: Das wechselt ständig! Im Moment höre ich viel „Quadro Nuevo“ eine bayrische Band, die Jazz und Tango mischt und deren Sopransaxophonisten ich sehr mag. Zudem bin ich vor einiger Zeit auf „John Kirby And His Onyx Club Boys“ aufmerksam geworden, die vor fast 100 Jahren extrem mitreißende Musik eingespielt haben, die auch heute noch frisch und unverbraucht daherkommt. Im deutschsprachigen Raum gefällt mir die Band „Element of Crime“ besonders gut, da ich oftmals literaturnobelpreisverdächtigen Texte des Frontmanns Sven Regner sehr bewundere.

7.Wer ist Ihr Idol?
Auch da kamen im Laufe der letzten 27 Jahre einige Namen zusammen: Eines meiner langjährigen Idole ist der Gipsy-Gitarrist Django Reinhardt, der mit nur zwei funktionsfähigen Fingern in einem atemberaubenden Tempo Gitarre spielte, was eine unheimliche Selbstdisziplin voraussetzte, um die ich ihn beneide. Zudem brachte und bringt mein Hobby mit sich, dass man immer wieder mit Menschen in Kontakt kommt, zu denen man musikalisch wie menschlich aufschauen kann. Pädagogisch hat mich die Universität Jena mit ihren Lehrenden sehr geprägt. Auch die Vorbildwirkung meiner Familie möchte ich nicht unerwähnt lassen: Insbesondere meine Mutter hat mit ihrer humorvollen Art dazu beigetragen, dass ich noch der werden könnte, der ich heute gerne sein würde.

8. Wenn Sie in einen anderen Körper schlüpfen könnten, wer wären Sie dann?
Ich „schlüpfe“ grundsätzlich nicht! Heinz-Rudolf Kunze reimte einmal: „Doktor ich mach keinen Sinn: mach dass ich ein anderer bin“. Diesen Gedanken fand ich vor zehn Jahren ganz reizvoll. Inzwischen weiß ich, dass „Sinn machen“ wenig Sinn ergibt und fühle mich eigentlich ziemlich wohl. Falls ich irgendwann doch noch einmal wechseln darf, möchte ich gerne die Hauptfigur in einem Max-Frisch-Roman, TATORT-Kommissar in Jena oder Mann aus der JEVER-Werbung sein….

9. Was würden Sie am Heinrich-Heine-Gymnasium verändern?
Hatte ich das mit den Kuchenbasaren bereits erwähnt? Unser Gymnasium ist für mein Dafürhalten eine ausgesprochen feine Schule, an der es sich gut aushalten lässt. Ich würde mich freuen, wenn es eines Tages an diesem Gymnasium eine Big Band gäbe, in der SchülerInnen unterschiedlicher Jahrgangsstufen miteinander musizieren. Zudem wünsche ich mir die Schülerzeitung als Druckfassung. Das wäre mir sogar den ein oder anderen Euro wert. Ihr wisst doch: „Was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen“.
 
Nun denn… Jetzt aber genug Goethe und Kunze zitiert. Ich bedanke mich dafür, dass ich eure Frage beantworten durfte und wünschen den jungen JournalistInnen der Schülerzeitung nur das Beste. Und denkt mir an meine Druckfassung!

Euer Herr Siegmund

Admin - 05:22 | Kommentar hinzufügen